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Mal ein anderes Training in den Sommerferien,
wir waren auf der Brunnsteinhütte 🙂
 

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Platz 6 für Deutsche Juniorenstaffel bei der Biathlon-JWM in Otepää

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Wirklich starke Leistung von Tim Grotian in der DSV-Staffel
Die Jugend-/ Juniorenweltmeisterschaft (JWM 2018) in Otepää hat begonnen. Am Montag, den 26. Februar haben bereits die beiden Einzelrennen der Jugend weiblich und männlich wie geplant stattgefunden. Aufgrund der immer stärker werdenden sibirischen Kälte haben die Organisatoren und Verantwortlichen der IBU die Wettkampfreihenfolge einiger Rennen verändert. Betroffen davon waren/ sind unter anderem beide Staffelrennen der Junioren, welche eigentlich erst am Donnerstag, den 01.03. hätten stattfinden sollen und nunmehr mit dem Einzel am Dienstag, den 27.02. getauscht wurden.
Ein zahlenmäßig großes, aber auch sehr leistungsstarkes Teilnehmerfeld wird im ersten Wettkampf, dem stets große Spannung versprechenden Staffelwettbewerb, gegeneinander antreten – so viel war auf jedem Fall schon einmal vor dem Rennen klar. Aufgrund der diesjährigen Ergebnisse im IBU-Junior-Cup waren die Staffeln Russlands und Frankreichs klar zum Favoritenkreis zu zählen. Die Weißrussen, Schweizer und Italiener musste man natürlich auch auf der Liste haben. Schwer einzuschätzen hingegen waren die Leistungen der Norweger, da sie am IBU-Junior-Cup in der laufenden Saison 2017/18 bislang nicht teilgenommen hatten und daher ein direkter Vergleich nicht möglich war. Und dann war da natürlich noch die Deutsche Staffel mit guten Chancen und auch berechtigten Hoffnungen auf vordere Platzierungen. Ein interessanter Wettkampf stand bevor.
Zum Rennen:
Otepää/ Estland, 13:40 Uhr Ortszeit, -19°C, leichte Windböen aus Nordost; der Startschuss fällt. 20 Staffeln der Juniorenklasse, dabei auch
die DSV-Staffel mit
Julian Hollandt (98) vom SWV Goldlauter/ BPol als Startläufer,
Tim Grotian (98) vom SC Mittenwald/ Zoll,
Marinus Veit (97) vom SC Bayerischzell/ BwBG und
Danilo Riethmüller (99) vom WSV Clausthal-Zellerfeld / BPol als Schlussläufer setzen sich bei eisiger Kälte in Bewegung und stellen sich der besonderen Herausforderung des Wettkampfes und auch der kräftezehrenden, ungewohnten Witterung.
Julian Hollandt kam gut ins Rennen, übergab mit insgesamt vier Nachladern und einem Zeitrückstand von 1:10 Minuten auf den Führenden -auf Platz 5 gelegen- an Tim. Mit Drang nach vorne und damit wie immer schnell auf der Strecke, allerdings auch mit drei Nachladern, verlor Tim auf den führenden Russen weitere 29 Sekunden (d. h. 1:39 Minuten Rückstand insgesamt), machte aber zwei Plätze gut und übergab an Marinus Veit an aussichtsreicher Position 3 hinter Russland und Frankreich sowie mit scheinbar beruhigenden Vorsprung von fast einer Minute auf die an Position vier gelegenen Tschechen. Der ansonsten so treffsichere Schnellschütze Marinus Veit konnte leider seine Leistungen sowohl am Schießstand, wie auch auf der Strecke in diesem Rennen nicht unter Beweis stellen, benötigte insgesamt sechs Nachlader, schoss schließlich noch zwei Strafrunden, verlor deutlich an Boden auf der 7,5 km-Distanz und rutschte am Ende auf Platz 8 mit 4:07 Minuten Rückstand auf die führende Staffel aus Russland zurück. Schadensbegrenzung war nun angesagt. Danilo, der jüngste im deutschen Team sollte es nun richten. Die Medaillenränge bereits längst außer Reichweite, gab der für den WSV Clausthal-Zellerfeld startende Schlussläufer dennoch alles, musste allerdings auch insgesamt fünfmal nachladen, lief jedoch schnell und überquerte schließlich als Sechster die Ziellinie.
Zusammenfassend bewertet waren die Russen aufgrund ihrer geschlossenen Mannschaftsleistung, insbesondere aber ihrer ausgezeichneten Leistungen am Schießstand (keine Strafrunde, nur neun Nachlader (0-9)), die Norweger trotz 3-13 aber wahnsinnig schnell auf der Strecke mit gerade einmal 57 Sekunden Rückstand auf Platz 1 sowie die Franzosen mit 2-9 am Schießstand und ebenfalls schnell unterwegs, die verdienten Medaillengewinner dieses ersten Wettkampftages der Junioren.
Die DSV-Staffel belegte hinter den Italienern und den Weißrussen noch einen guten 6. Platz. Insgeheim vielleicht mehr erhofft, da die deutsche Staffer zur Hälfte des Rennens noch auf Medaillenposition lag, aber unter´m Strich ein tolles Team-Ergebnis. Heute vielleicht noch allesamt ein wenig enttäuscht, weil man zwischenzeitlich dachte, dass mehr drin war, heißt es aber ab sofort umzuschalten und sich auf die nächste Herausforderung – das Einzelrennen – gedanklich vorzubereiten.
Tim kann in jedem Fall viele positive Aspekte aus seinem Rennen herausziehen und für sich verbuchen. Er ist gut reingekommen in die JWM. Das ist bei einem solchen Event enorm wichtig und wird ihn mental weiter stärken. „Laufen und auch Schießen waren okay. Bin zufrieden, bis auf die letzte Liegend-Scheibe, für die ich leider zwei Nachlader gebraucht habe. Auch mit der Kälte bin ich gut zurecht gekommen. Ansonsten passt alles!“, so Tims Rückmeldung, die Zuversicht für das restliche Wettkampfprogramm heraushören lässt.
Recht hat er, es passt! Mach weiter so und viel Erfolg!

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