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Die nordischen Abteilungen aller 3 Skiclubs SCM, SCW und SCK haben sich zusammengesetzt, um für die Trainingsgemeinschaft passende Winterkleidung für den Langlauf zu organisieren.
Dabei fiel die Wahl dann auf den Hersteller SWIX. Es wird eine …

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Tims ungeliebtes Einzelrennen bei der JWM in Otepää/ Estland

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Nicht nur, sondern immerhin Platz 20
Die Jugend-/Juniorenweltmeisterschaft (JWM) läuft. Der DSV blieb bislang noch medaillenlos, konnte sich aber bereits schon über zwei herausragende, jedoch immer wieder undankbare vierte Plätze, zum einen in der Staffel der Juniorinnen (mit Marina Sauter vom DAV Ulm, Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf und Hanna Kebinger vom SC Partenkirchen, alle drei vom Zoll-Skiteam) sowie zum anderen im Jugend-Einzel durch Franziska Pfnür (Jahrgang 99, SK Ramsau/ CJD) freuen.
Das für Tim Grotian (20) vom SC Mittenwald/ Zoll erfreulich verlaufene Staffelrennen (Übernahme von Platz fünf und Übergabe auf Platz drei, wir berichteten), welches dann in der Gesamtheit leider doch nur Platz sechs bedeutete, ist „verdaut“. Tim hat neue Kraft und neuen Mut geschöpft und ist jetzt heiß auf die Langdistanz – das Einzelrennen. So muss es sein, wenngleich richtig dicke Freunde sind Tim und die Einzeldisziplin in der Vergangenheit nun wirklich nicht geworden. Dennoch gilt es wieder mit Vollgas anzugreifen und sich gegen die scheinbar übermächtigen Russen, Norweger und Franzosen durchzusetzen, oder sie wenigstens ein bisschen zu ärgern. Es ist in jedem Fall schwer, so viel hat die Staffel bereits gezeigt, sich gegen den älteren Jahrgang (97-er der Junioren-Weltspitze) sowie gegen bereits bei Olympia 2018 in Pyeongchang in Südkorea und im Weltcup gestartete Biathleten aus dem Ostblock (Beispiel der 97-er Roman Yeremin aus Russland, gestartet im Weltcup in Hochfilzen, Annecy, Ruhpolding und Antholz sowie bei Olympia im Sprint (43), Verfolger (52), Massenstart (18) und der Staffel (17)) zu behaupten.
Zum Rennen:
Die sibirische Kälte flaut jetzt auch in Otepää so langsam wieder ab. -7,5 °C zeigt das Thermometer dennoch an; dazu noch ein leicht böiger Nordostwind bei wechselnder Bewölkung. Insgesamt also keine völlig unlösbare Aufgabe, aber trotzdem als schwierig am Schießstand zu bewerten. Vor dieser Herausforderung standen jedoch alle Starter des Juniorenfeldes.
Vier Schießeinlagen (L/S/L/S) galt es für das 85-Starter starke Teilnehmerfeld zu bewältigen. Tim ging mit Startnummer 21 ins Rennen. Er kam gut rein, blieb fehlerfrei im Liegendschießen; das machte Hoffnung, leider für den Mittenwalder nur bis zum nächsten Schießen im Stehendanschlag, denn zwei Fehler beim ersten und vierten Schuss und damit zwei Minuten Strafzeit zusätzlich, die in einem so leistungsstarken Teilnehmerfeld richtig wehtun waren zu viel. Ein Blick auf die Anzeigentafel verriet jedoch, dass auch die Konkurrenz Fehler schoss. Der böige Wind war also nicht zu unterschätzen. Die Hoffnung keimte wieder auf beim nächsten Liegendschießen. Wieder fehlerfrei! Das war für Tim dann schon wieder ein ausgezeichneter Zwischenstand in einem Einzelrennen, belegte er doch zu diesem Zeitpunkt Rang 14, mit gerade einmal 1:37 Minuten Rückstand auf den Führenden. Eine Achterbahn der Gefühle und Spannung pur. Das letzte Schießen, wiederum im Stehendanschlag, sollte sodann den Weg weiter nach oben oder unten in der Ergebnisliste aufzeigen. Läuferisch bis zu diesem Zeitpunkt wie immer gut unterwegs, galt es nun die Nerven im Zaum zu halten, die schwierigen Bedingungen am Schießstand richtig einzuschätzen, dabei nicht zu viel Zeit zu verlieren und möglichst keine zusätzlichen Fehler in Form von Strafminuten zu kassieren. Sollte ihm jetzt im Einzel endlich einmal das Glück des Tüchtigen holt sein? Die Spannung stieg und kurze Zeit später stand das vierte Schießergebnis für Tim fest: Scheibe drei und fünf wollten nicht fallen. Die Fehler waren knapp und beide hoch – ärgerlich, aber nicht zu ändern. Das Glück war leider nicht auf seiner Seite. Jetzt galt es umso mehr noch einmal auf der Schlussrunde alles zu geben. Wie immer für den Betrachter leicht gesagt, aber für den Athleten, der bereits schon 12,5 km auf Anschlag gelaufen war und dem das anspruchsvolle Streckenprofil spürbar in den müden Knochen steckt, eine echte Herausforderung. Die Kälte zehrt, die Muskeln brennen. Es war ein harter Kampf gegen die anderen, die Uhr und den inneren Schweinehund. Jetzt trotzdem noch einmal alles geben! Die letzte Zwischenzeit vor dem Ziel zeigte an, dass Tim sich zum Zeitpunkt seines Rennens peu à peu weiter nach vorne arbeiten konnte. Am Ende des Einzelrennens machte er schließlich aufgrund seiner Laufzeit (die Viertbeste der jüngeren Jahrgänge 98/99) noch ein paar Plätze gut und landete schließlich auf Rang 20. Ein wirklich gutes Rennen und Ergebnis, das es vor allem unter dem JWM-Gesichtspunkt (Bedingungen, Teilnehmerfeld, Jahrgänge, Laufzeit und Fehler) zu bewerten gilt. Es ist damit nicht nur, sondern immerhin ein erfreulicher 20. Platz für den Mittenwalder. Nur acht Sekunden schneller hätten fünf Plätze im Gesamtergebnis bedeutet. Damit sieht man auch, wie eng die Youngster beieinander sind. Gratulation, Tim!
In Zahlen bedeutet das für Tim: 2:59,4 Minuten Rückstand auf den Sieger Malinovskii (Siegerzeit 41:48,5 mit drei Fehlern) aus Russland, welcher relativ dicht gefolgt war vom Norweger Laegreid, mit ebenfalls drei Fehler (+19,4) und dem Russen Khalili mit zwei Fehlern (+23,0) auf Platz drei. Bester Deutscher auf Platz vier, und damit wieder eine DSV-Platzierung knapp vorbei am Stockerl, wurde Danilo Riethmüller vom WSV Clausthal-Zellerfeld.
So, jetzt regenerieren mit lockeren Einheiten, ein bisschen Physio/ Massagen und Ablenken mit Dingen die Spaß machen und einen auf andere Gedanken bringen.
Am Samstag, den 03.03.2018 geht es dann schon wieder weiter mit dem JWM-Sprint der Junioren.
Tim, bleib gesund und erhol´ dich gut. Wir drücken die Daumen! Da geht noch was nach vorne!

Siehe dazu auch:
www.biathlonresults.com
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