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Chronik

some History

Gegründet am 15. Dezember 1919 als Skiabteilung der Sektion Mittenwald des Deutsch Österreichischen Alpenvereins.

Ab 10. Oktober 1921 Skiabteilung des Verkehrs- und Sportvereines Mittenwald.

Ab 31. Oktober 1931 selbständiger Club.

90 Jahre Ski Club Mittenwald – 90 Jahre Aufbau einer Sportart die zum Volkssport geworden ist, und die in den vergangenen 90 Jahren durch Höhen und Tiefen schreiten mußte.

Den Männern, die vor neun Jahrzehnten den Ski Club Mittenwald ins Leben gerufen haben, gilt unser aller Dank. Sie haben sich durch ihre Pionierarbeit in der Clubgeschichte rühmlich ausgezeichnet.

Josef Knilling, vulgo Veitele Seppl, machte schon 1905 die ersten Versuche auf Skier. Um dieselbe Zeit schlägt sich der Bergführer Franz Krinner (Xassle) mit langen Brettern herum. Um 1912 begeistert er als erster Mittenwalder Skilehrer die Neulinge um die Grundlagen im Skifahren beizubringen. Eher unzweckmäßig gekleidet, mit langem Bergstock ausgerüstet beginnen die ersten “Abfahrtsversuche”. Geübt wird in der Puit, am Audele, am Gröbl auf dem Gelände des späteren Kurparks.

Mit dem Einzug des Tourismus, speziell des Wintertourismus, wächst das Interesse an Winterbesteigungen und der Ausübung der “Neuen Sportart”. Am 28. November 1912 findet im Hotel Post eine außerordentliche Generalversammlung des Verschönerungsvereines statt, bei der die Bildung eines Wintersportausschusses beschlossen wird. Franz Krinner wird als Obmann bestätigt, und dem Verein werden DM 200.- als erste Zuweisung gebilligt. Im April 1913 ändert der Verschönerungsverein seinen Namen in “Verkehrs- und Wintersportverein Mittenwald”. 1916 also mitten im ersten Weltkrieg, wird Franz Krinner vom Verein beauftragt, eine Skiabfahrt vom Kranzberg nach Klais zu markieren.

Am 15. Dezember 1919 erscheint im Loisachboten unter Mittenwald: In der Generalversammlung der Alpenvereinssektion unter dem Vorsitzenden Franz Xaver Nüchtern wird eine Skiabteilung gegründet, deren Bestrebungen nach Möglichkeit zu unterstützen sind. Tourenwart: Geigenlehrer Hans Kriner. Hans Kriner: “Im Spätherbst 1919 traf man sich im Cafe Isarlust um sich über die Gründung eines Skiclubs zu unterhalten. Wir beschlossen einen Skiclub zu gründen, waren uns aber über den Weg dazu noch nicht ganz klar. Aus finanziellen Erwägungen sahen wir davon ab, einen selbständigen Club ins Leben zu rufen und beantragten bei der Alpenvereinsektion Mittenwald eine Skiabteilung anzugliedern, was dann auch in der Generalversammlung der Sektion im Dezember 1919 akzeptiert wurde.” 

1921 wird die Skiabteilung im “Verkehrs- und Sportverein Mittenwald” aufgenommen und schließt sich dem Deutschen Skiverband an. Vorsitzender Posthalter Ebenhöch. Im Dezember 1921 erklärt die Alpenvereinssektion das die Skiabteilung der Sektion aus wirtschaftlichen Gründen zum Verkehrsverein übergetreten sei.

Den ersten sportliche Wettbewerb bewältigen 40 Teilnehmer in einem Hindernislauf von der Ferchenseehöhe zum Lauterseee. Neben einer Schanze im Audele wird in der Schanze in der Puit über 15 m gesprungen!

Die Grenzlandpost schreibt: “Es ist erfreulich wie sehr sich der vor 3 Jahren verlachte Skisport in unserem Mitenwald schon eingeführt hat. besonders die Schuljugend hat Freude an dieser gesunden, natürlichen Betätigung. Eltern, laßt euren Kindern diese harmlose, körperstärkende Freude. Die Skiabteilung wacht, darüber, daß sich die Jungens in den grenzen ihrer körperlichen Fähigkeiten betätigen, daß sie erzogen werden zu lebensfrohen und ernsten, zu schneidigen und anständigen Menschen”.

Im Dezember 1926 führt die Skiabteilung erstmals die für alle Mitglieder des DSV und ÖSV offenen Gauwettläufe durch. Im Dezember des gleichen Jahres werden bei der Bezirkssparkasse DM 300.- für den Ankauf von 31 Paar Jugendskiern aufgenommen.

Die nächsten Jahre stehen im Zeichen des Sprunglaufes. Eröffnungsspringen in der Puit, Dreikönigsspringen, sowie Gauwettkämpfe werden absolviert.

In der Mitgliederversammlung am 8.11.1930 wird beschlossen sich vom Verkehrs- und Sportverein loszulösen und einen eigenen Club zu gründen. Am 31. Oktober 1931 wählt die Mitgliederversammlung Hans Schandl zum 1. Vorsitzenden des Ski Club Mittenwald. Eine Eintragung ins Vereinsregister wird aufgrund der Kosten noch nicht vollzogen.

Am 29.4.1931 wagten Matthias Krinner und Hermann Lanzl nach langer und gründlicher Vorbereitung die direkte Skiabfahrt von der Karwendelspitze über die Wanne nach Mittenwald.

Nach mehreren Veranstaltungen stellt sich heraus, daß die Schanze in der Puit nicht mehr genügt, und eine große Sprunganlage am Gletscherschliff wird geplant und 1934 erbaut. Im selben Jahr wird die Dammkarabfahrt erbaut. Sie wird von der Gemeinde finanziert die Arbeit vom Ski Club Mittenwald Vorsitzenden Hans Faltermaier vorangetrieben. Clubmitglieder wie der Bauunternehmer Hans Albrecht, Heini Hornsteiner, als auch der Bürgermeister Hans Sailer leisten hierbei starke Hilfestellung. Am 25 März 1934 wird der Krinner-Kofler Lauf bereits in das Dammkar verlegt. Die Münchner Neuesten Nachrichten schreiben: “Bauernrennen in Mittenwald” … ” bei dem Menschenleiber und Skier nur so durch die Luft wirbelten”.

Überraschend schnell gelang es Frau Lisa Albrecht, nach Kriegsende, die gute Verbindung zur Besatzungsgruppe hatte, die Versammlung zur Neugründung des Clubs einzuberufen. Hans Schandl wird 1. Vorsitzender. Unverzüglich beginnt die Durchführung mehrerer Springen (Fasenachtspringen), Bertl Bader Gedächtnislauf und andere. Am 5. Mai 1945 findet der erste Riesentorlauf im Dammkar statt.

Am 20.4. 1946 schlägt Alban Horn vor, Mittel und Wege zu finden, einen Skilift auf dem Hohen Kranzberg zu bauen. 1947 errichtete Adi Weiss am Luttensee den ersten Schlepplift Bayerns nach dem Krieg, ihn aber zu Gunsten des Kranzbergsesseliftes wieder abbauen läßt. Am 23.11.1946 wird das von Hans Albrecht gestaltete neue Clubabzeichen (welches bis heute unverändert wurde) angenommen. 1950 Einweihung des Kranzbergsesselliftes.

Städterennen, nationale Meisterschaften und Sprungläufe werden organisiert und durchgeführt.

Ostern 1951 eröffnet Heini Hornsteiner auf dem Dammkarbödele in 1650m Höhe seine Dammkarhütte. Die Eisbar auf der Unteren Dammkarscharte belohnen die Skifahrer, die den Anstieg bis dort hinauf schafften.

1955 Bau des Schleppliftes am Wildenseehang sowie Bau der Kranzberg Gipfelbahn durch Unternehmer Edlhuber.

Willy Wineberger wird 1959 erster Vorsitzender. 1963 löst ihn Hans Doll ab. Mit Beginn der Sechzigerjahre aber nimmt der Club in sportlicher Hinsicht einen Aufschwung wie er noch nie da war. Peppi Wurmer, Klaus Kemser, Max Rieger, Edi Hornsteiner, Peter Göpfert, Hansi Albrecht, Dietlinde Strebl (Linde Wurmer), Gerdi Mößner, Rosemarie Neuner (Baier), und andere plazieren sich ganz vorn bei bayerischen, nationalen und internationalen Rennveranstaltungen.

Max Rieger holt mehrere deutsche Meisterschaften und ist Teilnehmer bei 2 olympischen Winterspielen.

1969 wird Peppi Wurmer der Schlepplift von der Luttenseestraße zum Wildenseeweg übergeben.

Im Jahre 1970 beträgt die Clubmitgliederzahl bereits 570. Arthur Haas jun. ist 1. Vorsitzender, ihn löst 1974 Otto Kuchler ab, der 1976 sein Amt Klaus Wohlmut übergibt.

1980 wird Alois Fichtl als 1. Vorsitzender gewählt. Fichtl begründet in Zusammenarbeit mit den Fingerhacklern das “Puit Gartenfest”, welches bis in die heutige Zeit, wichtigste Veranstaltung des Ski Club Mittenwald ist, um die notwendige Trainerarbeit finanzieren zu können. 

Biwi Neuner übernimmt die Funktion des Vorstandes 1986. In seiner Zeit entsteht das “Apres Skifest” welches eine zweite finanzielle Stütze zu den immer stetig steigenden Kosten wird.

1992 übergibt Neuner an Wolfgang Schwind den Vorsitz. Sportliche Erfolge der Jüngsten speziell auf Gau und nationaler Ebene bestätigen eine gute Jugendarbeit.

1997 übernimmt Michael Gehring die Funktion des Vorstands des Ski Club Mittenwald. In seiner Amtszeit wird der FILASPRINT, Europas größte Kinderskirennserie, mit Schirmherren Alberto Tomba in Mittenwald eingeführt. Der FILASPRINT wird zur Haupteinnahmequelle des Ski Clubs und hilft so neue Materialien, wie Zäune, einen Zielbogen, Stangen und eine neue Zeitnahme anzuschaffen.

2002 Michael Gehring tritt als Vorstand zurück und gibt sein Amt weiter an den 2. Vorstand Axel vom Brocke.
Martina Glagow holt sich den Gesamtweltcup Titel. Die Marktgemeinde Mittenwald und die örtlichen Vereine veranstalten eine große Feier für “Ihre” Weltcupsiegerin.
Ein weiterer Filasprint geht erfolgreich über die Bühne. Diesesmal mit einem Vip-Parallelslalom unter anderm mit Rosi Mittermeier, Erwin Stricker, Linda Stricker, Hermann Giefer, Armin Bittner und Alberto Tomba. 

2003 Die Ski Club Mittenwald Biathletin Martina Glagow wird Weltmeisterin in der Verfolgung und erhält die WM Bronzemedaille in der Staffel.

2004 Michael Gehring erklärt sich bereit wieder die Position des Vorstandes zu übernehmen und zieht des weiteren Heinz Mohr und Max Rieger in sein Team. 
Martina Glagow wird Vize-Weltmeisterin in der Verfolgung, erhält unteranderem WM Bronzemedaille im Sprint, WM Bronzemedaille in der Staffel und erreicht den 6. Platz im Gesamtweltcup. 

2006 Martina Glagow gewinnt bei den olympischen Winterspielen in Turin 3 Silbermedaillen!
28. April 2006  Heinz Mohr wird zum 1. Vorsitzenden des Skiclub Mittenwald gewählt,
der seine Tätigkeit aus beruflichen Gründen (Mitglied des OK SKI WM 2011 GAP), vorausgreifend auf 1 Jahr beschränkt.

2007  Martina Glagow holt sich bei der Biathlon WM in Antholz einen kompletten Madaillensatz! (Gold, Silber, Bronze)
16. Mai 2007 Im Mai 2007 tritt Florian Hagn die Nachfolge von Heinz Mohr als 1. Vorsitzenden an.
Als 2. Vorsitzender steht Ihm Michael Schwind zur Seite.

Februar 2008 Europas größte Kinderskirennserie findet zum 10. und leider auch zum letzten mal in Mittenwald statt.
31. Mai 2008 Bei der Jahreshauptversammlung wird Michael Schwind zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorstand wird Norbert Schrimpf.

2010 Der Skiclub Mittenwald veranstaltet zum 5. mal die dt. Dachdecker – Skimeisterschaften, welche sich unter anderem als Standbein zur  Finanzierung der Nachwuchsförderung etabliert haben.
Martina Beck (vormals Glagow) die bei den olympischen Spielen in Vancouver wiederum Edelmetall (Staffelbronze) holte, gibt zum Bedauern aller, Ihr Karriereende bekannt.
Isabelle Stiepel gewinnt in St. Moritz die deutsche Meisterschaft in der Abfahrt Jugend sowie Allgemein!
Benedikt Staubitzer ist Deutscher Jugendmeister im Riesenslalom.